04.09.2017

Leasing im digitalen Zeitalter

Vorteile für investierende Unternehmen

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Die notwendige Digitalisierung im deutschen Mittelstand kostet Geld. Notwendig sind Investitionen in strategische Konzepte, Hardware (z. B. Rechner, Roboter, Server, 3D-Drucker, Virtual Reality), Software (z. B. für smarte Fabriken und digitale Verwaltung) sowie in eigene oder externe IT-Spezialisten (Software-Ingenieure und Programmierer). Nach einer KfW-Studie finanzieren deutsche Unternehmen ihre Digitalisierungsprojekte vor allem aus dem eigenen Cashflow. An zweiter Stelle der beliebtesten Finanzierungsformen steht Leasing mit einem Anteil von 27 Prozent. Dabei gilt: Je höher das Investitionsvolumen, desto höher der Leasing-Anteil.

Vorteile von Leasing

Diese Studienergebnisse überraschen bei den vielen Leasing-Vorteilen nicht.

  • Bilanzielle Vorteile: Leasing schont Ihre Eigenkapitalquote, weil es nicht im Anlagevermögen zu Buche schlägt. Kreditlinien und Sicherheiten werden nicht belastet. Die Leasingraten können Sie als Betriebsausgaben steuerlich absetzen.
  • Feste Kalkulationsgrundlage: Leasingraten werden zu Beginn der Laufzeit fest vereinbart und bleiben während der Vertragslaufzeit unverändert, auch wenn sich die Rahmenbedingungen (Zinsniveau) ändern. Idealerweise werden die Raten durch die Erträge des geleasten Objektes finanziert.
  • Neueste Technik: Die Laufzeit der Leasingverträge richtet sich nach der Nutzungsdauer des geleasten Wirtschaftsgutes und nicht nach der Abschreibung. Da vor allem im IT-Bereich die technischen Innovationszyklen immer kürzer werden, bieten Leasingverträge die Möglichkeit, die Investitionsgüter schneller und einfacher durch neue und modernere zu ersetzen. Somit wird das Überalterungsrisiko vermindert.
  • Liquidität: Mit Leasing investieren Sie, ohne Ihr Eigenkapital einzubringen. Anders als bei einer Fremdfinanzierung bleibt auch Ihre Kreditlinie unbelastet. Das erleichtert die Finanzierung anderer Investitionen.

Vertragsbestandteile vergleichen

Hard- und Software können sehr schnell veralten, zumal die Entwicklung z. B. bei Industrie 4.0, künstlicher Intelligenz und Robotern exponentiell ist. Vereinbaren Sie deshalb eine Vertragslaufzeit, die zur voraussichtlichen Nutzung Ihrer IT-Ausstattung passt. Die so genannte Grundmietzeit ist Teil der gesamten Vertragslaufzeit. Während dieser Zeit ist der Leasingvertrag grundsätzlich nicht kündbar. Kündbare Leasingverträge sind vor allem für Investitionen wichtig, die einem schnellen technischen Fortschritt unterliegen, was bei Hard- und Software meist der Fall ist.

Bei Vollamortisationsverträgen liegt die Grundmietzeit zwischen 40 und 90 Prozent der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer. Die Leasingraten decken nach dieser Zeit den Kaufpreis des Objekts sowie alle Nebenkosten. Nach Ablauf der Grundmietzeit können Sie den Leasingvertrag verlängern oder das Leasingobjekt übernehmen. Beim Teilamortisationsvertrag sind Verträge mit Mehr- oder Minderausgleich eine gängige Variante. Dabei decken die laufenden Leasingraten nicht die Anschaffungs-/ Herstellungskosten des Leasingobjektes ab, so dass ein nicht amortisierter Restwert übrig bleibt.

Unsere Firmenkundenbetreuer stehen Ihnen gerne für Ihre Fragen rund um das Thema „Leasing“ zur Verfügung und unterstützen Sie durch die Entwicklung individueller Finanzierungskonzepte.

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